Vieles dreht sich darum, die Trails so unabhängig vom Wetter zu machen wie möglich. Sprünge die exklusiv aus Erde bestehen, sind logischerweise der Erosion durch Regen ausgesetzt. Darum werden sie mit wasserdichten Planen eingepackt. Wasser ist jedoch nicht der absolute Feind, denn vor dem Fahren, und mehrmals während einer Session, werden die Jumps feucht gemacht und gehalten. Der Grund dahinter ist, das Zerbröckeln durch das Befahren zu verhindern. Wenn die Erde leicht feucht bleibt, werden die Sprünge auch kompakter und härter, jedesmal wenn jemand abspringt und landet. Sprünge zuzudecken, um vor dem Regen zu Schützen, aber dann trotzdem zu bewässern wenn gefahren wird, scheint vielleicht widersprüchlich. Regen ist jedoch zu unvorhersehbar um Trails ohne Planen zu haben. Diese Vorgehensweise hat sich weltweit bewährt.


Die Bewässerung funktioniert wie folgt:
- Das ganze Gelände wurde über die Jahre so modelliert, dass das Regenwasser sich in 7 Teichen ansammelt.
- Die Teiche sind alle durch Rohre verbunden, damit die Wassermenge sich gleichmässig verteilt, und es nicht an einem Ort zu einer Überschwemmung kommt, wenn ein Teich noch Auffangvermögen hätte.
- Das Regenwasser wird von den Teichen in 6 1000L Tanks gepumpt. Für trockene Tage wird somit für den Wasservorrat gesorgt. Die Tanks reichen für ein Dutzend Sessions.
- Von den Tanks wird das Regenwasser durch eine Pumpe auf ein durchgedachtes Netz an Schläuchen verteilt. Beinahe jeder Sprung ist mit einem Schlauch erreichbar.








Wie schon erwähnt, werden die Sprünge durch Planen vom Regen (und Schnee) geschützt. Auch daran wurde ein wenig getüftelt, und mittlerweile besteht ein ausgeklügeltes System. Letztendlich werden Rollen von Plastik für Silierung auf die gewünschten Dimensionen zugeschnitten. An den Rückseiten von jeweils Absprung und Landung werden Letztere fix verankert. Auf den Vorderseiten werden die Planen mittels Sandsäcken befestigt. Damit diese nicht verrutschen wenn der Wind an der Plane, einem regelrechten Segel, zerrt, werden kleine Holzlatten an die Plane geschraubt. Das Auf- und Zudecken von den Sprüngen kann an gewissen Stellen, z.B. Kurven mit überlappenden Planen, ein wenig kompliziert werden. Dort werden die Planen nummeriert, damit die Reihenfolge versichert dass das Regenwasser korrekt abläuft.







Zur Infrastruktur gehören natürlich auch Schaufeln, Spitzhacken, Rechen, Besen, Schubkarren…



An mehreren Stellen wird trockene Erde, fast Staub, in Tonnen aufbewahrt. Diese nutzt hauptsächlich zur Reparatur von Rissen auf der Fahrspur von Absprüngen.

Wie auf jeder Grünanlage muss auch hier regelmäßig das Gras gemäht werden. Für die ganze Fläche wird ca. 1 Manntag gebraucht. Dafür sieht nachher alles extra putzig aus!

Die Einfahrten der Lines werden durch Ketten abgesperrt. Dies hat mehr einen symbolischen Wert: es soll Besuchern eindeutig machen, dass nur bei Anwesenheit von den Verantwortlichen gefahren werden darf. Einen Schlüssel zu einem der Schlösser verdient man sich indem oft und regelmässig beim Unterhalt der ganzen Anlage geholfen wird.

Zum Stadtleben gehören leider auch Leute, die wenig Respekt gegenüber der Arbeit anderer zeigen. Es muss regelmässig Müll von Aussenseiter auf dem ganzen Areal gesammelt werden. Manchmal, zum Glück selten, wird auch randaliert. Folgen oft Stunden Aufräumarbeiten.








